Erstes Weihnachten für Opa allein

  • Dieses Jahr wird Weihnachten wohl leider etwas anders verlaufen. Die Lebensgefährtin meines Opas ist dieses Jahr gestorben. Sie waren nur 5 Jahre zusammen, aber trotzdem haben sie viel erlebt. Eigentlich kann er nun auch nicht mehr zu Hause wohnen allein, seine LG hat ihn ganz schön bemuttert und nun ist ja auch schon über 80.
    Aber so "kurz" vor Weihnachten wollen wir ihn auch nicht in ein beliebiges Heim stecken! Wie schnell kriegt man denn da einen Platz? Wenn es echt erst im Dezember was wird mit einem freien Platz dann muss ich das auf nächstes Jahr verschieben und mir Zeit mit dem Vorschlag lassen… :-/

  • Also ich glaube schon, dass es eine ganze Zeit lang dauert, bis man einen Heimplatz bekommt. Bei besonders schweren Fällen kann man aber einen Platz in der Kurzzeitpflege erhalten, wobei das nicht unbedingt zu empfehlen ist. Wie sieht es denn mit deinem Opa aus? Was sagt der dazu? So kurz vor Weihnachten ist das sicherlich nicht ratsam. Schließlich ist das ein großer Schritt, der ja quasi einem Umzug gleichkommt.


    Schaut euch da lieber mal in Ruhe um und kümmert euch um so einen ambulanten Pflegedienst: michaelbethke.com

    Wenn man da entsprechend eine Pflegestufe beantragt, bekommt man solche Leistungen auch von der Krankenkasse bezahlt.

  • hallo,

    Also wenn ich mir deinen Text so durch lese hört sich das für mich eher so an als würdet ihr oder du den Opa ins Heim stecken weil es ja bequemer ist wenn sich jemand anderes um ihn kümmert und man selber nicht den Finger grum machen muss.


    Aber ich rate dir zur Krankenkasse zu gehen oder dich mit denen telefonisch in Verbindung setzen und einen Antrag auf einen Pflegegrad beantragen. Dann wird zu euch eine Person von MDK kommen das ist der Medizinische Dienst der Krankenkasse. Die wird dann deinen Opa beurteilen und je nachdem was dein Opa noch kann oder eben nicht wird dann eingestuft z.B. Brauch er Hilfe beim waschen, anziehen, essen anrichten, kann er alleine essen oder benötigt er jemanden der ihm das Essen reicht.

    Bekommt man bzw der Opa einen Pflege Grad muss man sich mit den zuschlägen der Krankenkasse und der selbst Beteiligung beschäftigen. Denn so eine Pflegeeinrichtung kostet ja auch und da kann pro Leistung die der Patient/Bewohner benötigt oder in Anspruch nimmt auch mal schnell 2000 bis 4000 Euro zusammen kommen je nach rintichtig Träger oder privat. Und alles übernimmt die Krankenkasse nicht da wird dann auch der Angehörige zur Kasse gebeten und dann muss man mit 800 Euro aufwärts rechnen.


    Deswegen heißt es immer ambulante Pflege vor stationärer Pflege denn in der ambulanten Pflege bekommt der zu pflegende Pflege Geld fals ein Angehöriger diese bedarfspflege übernimmt hat der Angehörige der dies macht Anspruch auf das Pflege Geld. Dies richtete sich je nach pflege Grad. Es kann aber auch geteilt werden das wenn man z.b einen ambulanten Dienst benötigt wie morgens weil man selbst zur Arbeit muss dann bekommt der Angehörige der die restliche Pflege übernimmt nicht das volle Pflege Geld.


    Bei der ambulanten Pflege/ häusliche pflege hat der "Opa" 4 Wochen Anspruch auf Kurzzeit Pflege im Jahr. Dies übernimmt die Kasse! Das soll bedeuten das die pflegenden Angehörigen auch mal in Urlaub fahren können oder auch mal Pause von der Pflege Zuhause machen. Alles was diese 4 Wochen überschreitet muss selbst gezahlt werden. Man muss auch nicht alle 4 Wochen am Stück nehmen man kann das aufs Jahr teilen.


    Ich würde mich an deiner Stelle mal ganz genau informieren, denn einen Angehörigen in eine Pflegeeinrichtung geben mag sein das es dem eigenen Alltag erleichtert. Aber es kommen auch sehr hohe kosten auf euch zu. Verfügt der "Opa" noch genügend eigen Kapital mit denen das heim die Jahre die er noch hat abgedeckt sind mag das für den Angehörigen gut sein in dem Moment. Aber wenn es dann soweit ist fällt das Erbe auch sehr gering aus denn das finanzielle Polster ging an die Pflegeeinrichtung.


    Liebe Grüße Karo

  • Ich bin gerade auch ein bisschen irritiert, das klingt für mich tatsächlich, als müsste der Opa schnell vor Weihnachten noch ins Heim, damit sich jemand anderes um ihn kümmert?

    Meine Oma haben wir über Weihnachten immer bei uns, weil sie sonst die Weihnachtszeit alleine sein müsste. Natürlich hat nicht jeder Platz aber trotzdem wäre mir das an deiner Stelle irgendwie zuerst eingefallen.